Was ist Phenylketonurie (PKU)
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PKU wird durch ein defektes Gen, rezessiv vererbt. D.h. beide Eltern müssen Gen-Träger sein um PKU vererben zu können. Etwa jeder 50zigste in Deutschland hat dieses defekte Gen. Die Wahrscheinlichkeit liegt also bei 1:2500 das zwei Gen-Träger aufeinander treffen. Aber selbst in dieser Konstellation beträgt die Wahrscheinlichkeit bei nur 25 % einer PKU-Erkrankung. Deshalb kommt auf etwa 10000 Neugeborenen eine PKU-Erkrankung. 
 
Jedes Lebewesen benötigt Eiweiss zum Wachsen und zum Lebenserhalt. Der Säugling benötigt ca. 2,1 gr/Kg Körpergewicht, und der Erwachsene ca.0,7 gr Eiweiss pro Kg Körpergewicht. Eiweiss besteht aus bis zu 20 verschiedenen Bausteinen, je nach Lebensmittel. Einer davon ist Phenylalanin (Phe), das unterschiedlich anteilig, praktisch in jedem Lebensmittel vorhanden ist. Täglich nehmen wir 5 bis 50 mal mehr Phenylalanin auf, als der Körper eigentlich benötigt. Das überschüssige Phe wird beim Gesunden in der Leber durch ein Enzym in andere Stoffe umgewandelt, und/oder vom Körper ausgeschieden.

Bei der Phenylketonurie (PKU) fehlt diese Enzym-Funktion in der Leber ganz oder teilweise, und Phe konzentriert sich im Blut, da es nicht abgebaut wird. 

In den ersten Lebensjahren bewirkt ein ständig hoher Phe-Blutspiegel, meistens eine bleibende geistige, und teilweise körperliche Fehlentwicklung.

Heilbar ist PKU nicht, aber sehr gut behandelbar. Gerade im ersten Lebensjahrzehnt während der Gehirnreifung muss eine strenge eiweißarme Ernährung eingehalten werden:
Nicht erlaubt sind Fleisch, Wurst, Fisch, Milch und normale Getreide-Produkte. 
Eingeschränkt erlaubt sind Obst und Gemüse.  
Zusätzlich gibt es viele spezielle Eiweissarme Lebensmittel: z.B. Breie, Nudeln, Milch, Flakes, Brot, Brotaufstriche usw.

Ergänzend zur Diät ist es notwendig, mehrmals täglich ein Nahrungsergänzungs-Pulver aufzunehmen. Dieses Pulver enthält Eiweiss (natürlich ohne Phenylalanin), Mineralien, Vitamine und Spurenelemente die nicht über die natürliche Nahrung aufgenommen werden.

Zur Kontrolle, werden je nach Alter, alle paar Wochen ein paar Tropfen Blut am Finger (normalerweise) zu Hause abgenommen, und in das Labor geschickt. Von dort erfährt man dann die Phe-Menge im Blut.

Bei Einhaltung obiger Empfehlung ist eine vollkommen normale geistige, und körperliche Entwicklung zu erwarten. Nicht die Krankheit ist das große Problem, sondern die Einstellung der Eltern zur Krankheit.

Für weitere Infos bitte zum Forum, Gästebuch oder zur Links-Seite gehen.

Vater von Stefan

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